📊Pflegegrade verstehen
Was ein Pflegegrad ist, wie er festgestellt wird und wie du ihn beantragst – Schritt für Schritt.
Plötzlich steht das Wort Pflegebedürftigkeit im Raum. Und damit tauchen sofort viele Fragen auf: Was ist eigentlich ein Pflegegrad? Bekomme ich Unterstützung? Und wenn ja – wie viel? Wir erklären dir alles Schritt für Schritt.
Was ist ein Pflegegrad?
Ein Pflegegrad ist eine offizielle Einstufung, die beschreibt, wie viel Unterstützung ein Mensch im Alltag benötigt. Je höher der Pflegegrad, desto mehr Hilfe ist nötig – und desto mehr Leistungen zahlt die Pflegekasse. Insgesamt gibt es sechs Stufen: Pflegegrad 0 bis Pflegegrad 5.
Die 6 Pflegegrade im Überblick
- Pflegegrad 0: Geringe Beeinträchtigung (seit 2025)
- Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung
- Pflegegrad 2: Erhebliche Beeinträchtigung
- Pflegegrad 3: Schwere Beeinträchtigung
- Pflegegrad 4: Schwerste Beeinträchtigung
- Pflegegrad 5: Schwerste Beeinträchtigung mit besonderen Anforderungen
Info: Demenzerkrankungen, psychische Erkrankungen und Behinderungen werden bei der Einstufung genauso berücksichtigt wie körperliche Einschränkungen.
Wie wird der Pflegegrad festgestellt?
Den Pflegegrad stellt der Medizinische Dienst (MD) in einem persönlichen Hausbesuch fest. Ein Gutachter besucht die pflegebedürftige Person zu Hause und bewertet sechs Lebensbereiche: Mobilität, Kognition und Kommunikation, Verhaltensweisen und Psyche, Selbstversorgung, Krankheitsbewältigung sowie Alltagsgestaltung und soziale Kontakte. Aus diesen sechs Bereichen ergibt sich eine Punktzahl zwischen 0 und 100.
Wie beantrage ich einen Pflegegrad?
Den Antrag stellst du schriftlich oder telefonisch bei der Pflegekasse. Nach Eingang hat die Pflegekasse 25 Arbeitstage Zeit, um den Gutachtertermin zu vereinbaren.
Hinweis: Das Datum des Antragseingangs bei der Pflegekasse ist entscheidend – Leistungen werden rückwirkend ab diesem Datum gezahlt. Also so früh wie möglich beantragen!
Was tun wenn der Pflegegrad zu niedrig ist?
Du hast das Recht, gegen den Bescheid Widerspruch einzulegen – und das lohnt sich oft. Die Frist beträgt in der Regel einen Monat nach Erhalt des Bescheids. Tipp: Führe vor dem Gutachtertermin ein Pflegetagebuch – Daira hat dafür ein eigenes Modul.
Disclaimer: Alle Angaben ohne Gewähr – Stand 2025/2026. Dies ist keine Rechts- oder Medizinberatung. Bei konkreten Fragen wende dich bitte an deine Pflegekasse oder einen Rechtsanwalt.